Trendstrick

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Stricken / NNP


 

Astrids_Strickwelt

Zeitungsartikel in der Nassauischen Neuen Presse vom Samstag, 25. April 2015:
Mehr als zwei rechts, zwei links

25.04.2015 Von Christian Müller  

 

Stricken ist wieder in: Bei Astrid Pfeiffers Stricktreff im Amthof-Café werden Tipps und Erfahrungen rund ums Stricken ausgetauscht.  

 

Gruppenbild_Stricktreff

Foto: Christian Müller

 

In der Gemeinschaft macht Stricken noch einmal so viel Spaß: Astrid Pfeiffer (vorne links) mit ihrem Stricktreff im Amthof-Café.
Bad Camberg. Stricken boomt: Und es macht offenbar nicht nur älteren Damen Freude, wenn mit Hilfe von zwei Nadeln aus einem Knäuel Wolle etwas Neues entsteht: "Ich kenne einen älteren Lastwagenfahrer, der abends an der Raststätte Socken und Pullover strickt", erzählt Astrid Pfeiffer, während sie mit den Nadeln den Leitfaden in einer Schlaufe verschlingt. Sie macht das so schnell und routiniert, dass man als Laie gar nicht so recht begreift, was sie da eigentlich macht. "Neulich war auch ein junger Mann Anfang dreißig hier, der sich an einer Mütze und an einem Schal probiert hat." Es sei heute nicht mehr so, dass nur Frauen sich am Stricken versuchen, sagt Astrid Pfeiffer. Aber diesmal sind zum Stricktreff im Amthof-Café nur Frauen gekommen, Kurgäste und Kurstädter.

Es liegen verschiedenfarbige Knäuel und vereinzelt auch kompliziert aussehende Anleitungen auf den Tischen. Man unterhält sich, tauscht sich aus. Gemeinsam stricken und auch die abendfüllende Handarbeit mit dem Nadelspiel erlernen – das ist die Idee von Astrid Pfeiffers Stricktreff. Seit Mai 2014 lädt sie regelmäßig zum Stricken ein. Die Teilnehmer treffen sich immer dienstags um 18:00 Uhr im Amthof-Café.


Anmerkung der Redaktion: Der Stricktreff im Café im Amthof Bad Camberg ist seit Herbst 2016 aufgelöst.

 

"Im Tücherrausch"
"Momentan sind wir im Tücherrausch", sagt Pfeiffer und deutet in die Gruppe. Vier von elf Teilnehmerinnen arbeiten gerade an Deckchen oder mehrfarbigen Tüchern. Astrid Pfeiffer hat auch mal eine Couchdecke gestrickt, die aus 38 Wollknäueln besteht. "Mützen sind momentan auch absolut in", sagt Astrid Pfeiffer. Besonders gefragt waren Mützen aus lichtreflektierendem Garn im letzten Winter.

"Manchmal besuchen mich auch Kurgäste abends auf der Terrasse und fragen mich nach Tipps", erklärt die Fachfrau für das Stricken, die aus eigener Kurerfahrung weiß, dass bei Reha-Aufenthalten die Nachmittage und Abende auch mal länger werden können und Kurgäste dann eine Beschäftigung suchen.

"Bei uns kann jeder mitmachen und auch ohne Nadeln und Material vorbeikommen", bestätigt eine Teilnehmerin, und auch die drei Kurgäste nicken über ihrem Nadelspiel. Material und Zubehör können gegen ein kleines Pfand zeitnah ins Amthof-Café geliefert werden. Der Kur- und Verkehrsverein Bad Camberg wurde bereits im November 2014 auf den Stricktreff aufmerksam. Andreas Urban schlug damals vor, dass sich Astrid Pfeiffers Stricktreff auf dem Weihnachtsmarkt im Amthof-Innenhof mit einem Stand beteiligen könnte.

"Wegen der kurzen Zeitspanne hielten wir es im letzten Jahr noch nicht für möglich, eine interessante Anzahl selbst gestrickter Sachen anbieten zu können. Für den nächsten Weihnachtsmarkt möchten wir aber mit der Gruppe mit einem eigenen Stand vertreten sein und die Vorbereitungen dazu laufen bereits", erklärt Pfeiffer. Es wird also weiter gestrickt.